Einführung der Beikost:
Starten Sie mit der Einführung des ersten Breies vorzugsweise am Tag. Das Kind sollte zum Essen nicht zu müde, zu hungrig oder gar krank sein. Das Kind braucht Zeit, die neue Ernährungsform sowie neue Geschmacksrichtungen kennen zu lernen. Überfordern Sie es deshalb nicht mit zu grossen Mengen oder mit immer wechselnden Nahrungsmitteln (alle 3-4 Tage sollte nur ein neues Nahrungsmittel eingeführt werden). Bieten Sie dem Kind Wasser oder ungesüssten Tee nach dem Essen an. Es kommt allerdings nicht selten vor, dass Säuglinge nichts trinken wollen, weil Sie genügend Flüssigkeit durch die Milch und den Brei erhalten. Durch die Umstellung ändert sich die Verdauung, beobachten Sie deshalb die Ausscheidung des Kindes.
Zubereitung von Gemüsebrei: ca. 1/3 Kohlehydrate: 2/3 Gemüse = Total 200-250g
- Es sollten Pfannen mit gut schliessenden Deckeln verwendet werden, damit die Vitamine nicht mit dem Dampf entweichen. Nach Möglichkeit Steamer oder Dampfgarer benutzen.
- Das Gemüse/ Früchte würfeln, in wenig Wasser dämpfen, Kochwasser in ein Gefäss abgiessen.
- Das Gemüse/ Früchte pürieren oder zerdrücken. Dem Brei Kochwasser beifügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Auf 200 -250g Gemüsebrei zwei Teelöffel Pflanzenöl (Rapsöl und Olivenöl gelegentlich abwechseln) oder Butter beifügen, damit die fettlöslichen Vitamine aufgenommen werden können.
- Ölmenge entsprechend der Breimenge anpassen
- Bei Gemüsebrei aus dem Glas den Hinweis auf dem Glas beachten. Meist muss Öl beigefügt werden.
- Der Brei kann im Voraus zubereitet und tiefgekühlt werden. In einem gut schliessenden Gefäss darf er 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt, aber nur einmal aufgewärmt werden. Schonend ist das Aufwärmen im Wasserbad. Das Öl erst vor dem Servieren beifügen.
- Wird der Brei in der Mikrowelle erwärmt muss er gut umgerührt und überprüft werden. Verbrennungsgefahr!!
- Bis das Kind mit am Familientisch isst, kein Kochsalz, keine Bouillon und kein Aromat verwenden.
- Bei fleischloser Ernährung sollen dem Gemüsebrei 1-2EL gekochte Haferflocken (Eisenzufuhr) sowie wenig Obstsaft oder Sanddornsaft (Vitamin C) beigefügt werden.
Gesüsste Speisen wie Fruchtquark, Fruchtjoghurt, Farmer, Babybiscuits, Petit Suisse oder Milchschnitten etc. gelten nicht als wertvolle Zwischenmahlzeit und sollten nur ausnahmsweise als Dessert serviert werden!
- Die WHO empfiehlt ausschliessliches Stillen bis zum Alter von 4-6 Monaten
- Die Speisen nicht süssen oder würzen.
- Solange das Kind mit Muttermilch oder einer Säuglingsanfangsmilch genug gesättigt ist, ist es nicht nötig, auf eine Folgemilch umzustellen. Folgemilch frühestens mit der Breikost einführen.
- Zwei Breimahlzeiten pro Tag sollten Milchfrei sein (kein Joghurt/ Käse oder Milch dazugeben)
- Bei gestillten Kindern sollten glutenhaltige Getreide während der Stillphase ab dem 5. Lebensmonat eingeführt werden.
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