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Ernährungsempfehlung Plan | Drucken |

Empfehlungen für die Ernährung des Säuglings und Kleinkindes

 

Lebensmonate
(LM)

ab
1.LM

ab
2.LM

ab
3.LM

ab
4.LM

ab
5.LM

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6.LM

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8. LM

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9. LM

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ab
11. LM

ab
12.LM

ab
13. LM

Kostform  Still- oder Trinkphase Übergangsphase zu Breikost Übergansphase zur Erwachsenenkost
Milch- und
Frischmilchprodukte
Muttermilch und/ oder Säuglingsanfangsmilch Muttermilch und /oder
2/3 Vollmilch+
1/3 Wasser+
Getreidezusatz mögl.
Vollmilch unverdünnt
Bifidusjoghurt 1-2x/ Woche
Doppelrahmkäse (Gala, Philadelphia...) 1-2x/ Woche 30g
Quark nature ab 18. LM
Gemüsebrei Karotten, Fenchel, Zucchetti, Kürbis
+ Kartoffeln
Saisongemüse: Broccoli- u. Blumenkohl-Rösli, Gurken, Avocado, Kohlrabi, Lattich, Spinat, Spargel, grüne Erbsen, Tomaten gekocht, Pastinaken Linsen, Erbsen, Rosenkohl, Bohnen, Lauch
Früchtebrei Apfel, Birne gekocht, Banane, danach auch Saison-
früchte, Beeren und Zitrusfrüchte
Kiwi
Fruchtsaft evtl. 1EL Apfelsaft pro 200-250g Gemüsebrei (Vitamin C) oder
evtl. 1EL Sanddornsaft pro 200-250g Gemüse- oder Getreidebrei (Vitamin C)
!! NIE unverdünnter Fruchtsaft als Getränk anbieten. Kariesgefahr!!
Öl/ Fette Vor dem Servieren Öl oder Butter zum Gemüsebrei geben (2TL/ 200-250g Brei)
Gemüsegläsli und Antrührbreie müssen auch mit Öl angereichert werden. Packungsbeilage beachten
Nüsse nur gemahlene Nüsse
Ganz erst ab 3 Jahren
Getreide Hirse, Mais, Reis Glutenhaltige Getreide: Weizen, Hafer, Dinkel, Roggen, Gersten
Brotrinde (z.B. Ruchbrot)
bei gestillten Kindern glutenhaltige Getreide ab 5.LM möglich
Müesli
Reiswaffeln Babybiscuits (nur ab und zu als Dessert)
Fleisch Kalb, Rind, Geflügel, Lamm, Kaninchen
1-2x/ Woche 30g
Schwein Wurstwaren
max. 1-2x pro Woche
Fisch Fisch (Filet, auf Gräte achten, Fisch evtl. nach dem Kochen durch ein Sieb drücken)
Ei Eigelb gekocht 1-2x/ Woche ganzes Ei gekocht
Getränke Nebst Muttermilch oder Anfangsmilch sind keine zusätzl. Getränke nötig Mit dem Breibeginn als Durstlöscher möglich: Wasser, ungesüsster Beutel-Tee (Fenchel, Malve, Orangenblüten, Kamille, Lindenblüten)
!! Sofortlösliche Tee's enthalten immer Zucker!

 
Allergieprophylaxe:

Es ist keine spezielle, allergiepräventive Ernährung nötig

HA-Milch nach dem 6. LM nicht mehr nötig. Fragen Sie uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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Ernährungstipps

Ernährungsplan

Feriencheckliste

 
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Einführung der Beikost:

Starten Sie mit der Einführung des ersten Breies vorzugsweise am Tag. Das Kind sollte zum Essen nicht zu müde, zu hungrig oder gar krank sein. Das Kind braucht Zeit, die neue Ernährungsform sowie neue Geschmacksrichtungen kennen zu lernen. Überfordern Sie es deshalb nicht mit zu grossen Mengen oder mit immer wechselnden Nahrungsmitteln (alle 3-4 Tage sollte nur ein neues Nahrungsmittel eingeführt werden). Bieten Sie dem Kind Wasser oder ungesüssten Tee nach dem Essen an. Es kommt allerdings nicht selten vor, dass Säuglinge nichts trinken wollen, weil Sie genügend Flüssigkeit durch die Milch und den Brei erhalten. Durch die Umstellung ändert sich die Verdauung, beobachten Sie deshalb die Ausscheidung des Kindes.

 

 Zubereitung von Gemüsebrei: ca. 1/3 Kohlehydrate: 2/3 Gemüse = Total 200-250g

  •  Es sollten Pfannen mit gut schliessenden Deckeln verwendet werden, damit die Vitamine nicht mit dem Dampf entweichen. Nach Möglichkeit Steamer oder Dampfgarer benutzen.
  • Das Gemüse/ Früchte würfeln, in wenig Wasser dämpfen, Kochwasser in ein Gefäss abgiessen.
  • Das Gemüse/ Früchte pürieren oder zerdrücken. Dem Brei Kochwasser beifügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  •  Auf 200 -250g Gemüsebrei zwei Teelöffel Pflanzenöl (Rapsöl und Olivenöl gelegentlich abwechseln) oder Butter beifügen, damit die fettlöslichen Vitamine aufgenommen werden können.
  • Ölmenge entsprechend der Breimenge anpassen
  • Bei Gemüsebrei aus dem Glas den Hinweis auf dem Glas beachten. Meist muss Öl beigefügt werden.
  • Der Brei kann im Voraus zubereitet und tiefgekühlt werden. In einem gut schliessenden Gefäss darf er 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt, aber nur einmal aufgewärmt werden. Schonend ist das Aufwärmen im Wasserbad. Das Öl erst vor dem Servieren beifügen.
  • Wird der Brei in der Mikrowelle erwärmt muss er gut umgerührt und überprüft werden. Verbrennungsgefahr!!
  • Bis das Kind mit am Familientisch isst, kein Kochsalz, keine Bouillon und kein Aromat verwenden.
  • Bei fleischloser Ernährung sollen dem Gemüsebrei 1-2EL gekochte Haferflocken (Eisenzufuhr) sowie wenig Obstsaft oder Sanddornsaft (Vitamin C) beigefügt werden.


    Gesüsste Speisen wie Fruchtquark, Fruchtjoghurt, Farmer, Babybiscuits, Petit Suisse oder Milchschnitten etc. gelten nicht als wertvolle Zwischenmahlzeit und sollten nur ausnahmsweise als Dessert serviert werden!

  • Die WHO empfiehlt ausschliessliches Stillen bis zum Alter von 4-6 Monaten
  • Die Speisen nicht süssen oder würzen.
  • Solange das Kind mit Muttermilch oder einer Säuglingsanfangsmilch genug gesättigt ist, ist es nicht nötig, auf eine Folgemilch umzustellen. Folgemilch frühestens mit der Breikost einführen.
  • Zwei Breimahlzeiten pro Tag sollten Milchfrei sein (kein Joghurt/ Käse oder Milch dazugeben)
  • Bei gestillten Kindern sollten glutenhaltige Getreide während der Stillphase ab dem 5. Lebensmonat eingeführt werden.

     
 
Ferien-Checkliste | Drucken |

Planung:

• Wählen sie einen kindergerechten Ort
• Planen sie frühzeitig
• Meiden sie nach Möglichkeit die Hauptreisezeit, so müssen sie nicht mit Staus, Streiks und anderen Überraschungen rechnen.
• Passen sie wenn möglich die Reisezeit den Ess- und Schlafgewohnheiten des Kindes an.
• Wählen sie einen Ort und Termin an dem keine extremen Temperaturen herrschen. (heiss oder kalt)
• Klären sie vorher die Nahrungsmittelbeschaffung und die Infrastruktur ihres Ferienortes ab.

Reise:

Im Allgemeinen: Lange Reisen im Sommer sind kein Vergnügen; weder für Eltern noch für Kinder

Autoreise:
• Stündlich eine kleine Pause einschalten, genügend Flüssigkeit anbieten, leichte Kost für unterwegs.
• Kinder reisen in einem dem Alter angepassten Kindersitz (z.B. Maxicosi)
• Im Auto die hinteren Seitenscheiben mit Tüchern bedecken oder spezielle Sonnenblenden montieren. Die Rückscheibe mit einer Sonnenblende ausstatten, damit man freie Sicht nach hinten hat.
• Kassetten, Mobile, Bücher oder andere kleinere Spielsachen für die Fahrt bereithalten.
• Windeln auf der Reise ev. häufiger wechseln


Flugreise:
• Dem Kind während dem Start und der Landung etwas zu Trinken geben oder Stillen (Druckausgleich)
• Vor der Reise erkundigen, ob das Kind einen eigenen Sitzplatz benötigt oder auf dem Schoss der Eltern mitreist.
• Spielsachen, Nuggi, Nuschi etc. ins Handgepäck zur Beruhigung und Unterhaltung des Kindes mitnehmen.
• Beachten: Z.T. lange Wartezeiten am Flughafen

Zugreise:
• Geeignete Spielsachen für die Unterhaltung mitnehmen


Sonne:

Die zarte Kinderhaut reagiert sehr empfindlich auf die Sonne, d.h. direkte Sonneneinstrahlung möglichst meiden.
Wichtig:
• Wasserfeste Sonnenschutzcrème mit Faktor zw. 22-30, geeignet für Kinder. Für Säuglinge unter 1 Jahr: ohne chemische Filter, mit physikalischen Micropigmenten (z.B. Micro-Lotion von Pelsano; Sonnencrème für Säuglinge von Milupa, Nivea)
• Farbiges Kurzarm-T-Shirt immer anbehalten, ev. dünnes Baumwollhemdchen (spez. Sonnenschutzkleidung in der Migros erhältlich)
• Während der Mittagszeit zw. 11.00 und 15.00 Uhr die Sonne meiden, in den Räumen bleiben
• Hut mit Nackenschutz und Sonnenbrille (spezielle Brillen für Kleinkinder beim Optiker erhältlich)
• Strandschuhe (zum Schutz vor dem heissen Sand)
• Sonnenschirm über den Spielbereich des Kindes spannen
• !! weisse T-Shirts, Sonnenschirme und Bäume allein sind kein ausreichender Sonnenschutz

Ernährung:

• Nur abgekochtes Wasser oder stilles Wasser aus der Flasche trinken und für die Schoppenzubereitung benutzen
• Früchte und Gemüse sehr gut waschen, schälen oder kochen
• Tauchsieder und Pulvernahrung können Engpässe überbrücken (Steckadapter)
• Keine Experimente mit ungewohnten Nahrungsmitteln
• Keine offenen Glacen essen
• Flüssigkeitsmenge bei warmen Temperaturen erhöhen (Schwitzen)
• Nie ungekochte Rohmilch trinken
• Schoppenpulver von zuhause mitbringen (die Zusammensetzung könnte anders sein)


Körperpflege:

• Nach dem Vergnügen am Sandstrand das Kind mit Süsswasser abwaschen und gut abtrocknen (besonders in den Hautfalten und im Genitalbereich) und eincrèmen
• Genügend Windeln mitnehmen
• Ev. Windeln häufiger wechseln oder Kind ohne Windeln lassen (feucht und warm = wund!!)

Bekleidung:

• Der Temperatur angepasst
• Auf den Sonnen- und Mückenschutz achten!
• Angepasstes Schuhwerk

Insektenschutz:

• Moskitonetz
• Mückenschutzlotion: „Antibrumm naturel" speziell für Kinder in den Tropen getestet.(Evtl. am Ort kaufen, da diese speziell gegen die am Ort vorkommenden Mücken entwickelt wurde)
• Grossflächige Bekleidung (v.a. abends draussen am Licht)
• Fenster und Türen abends geschlossen halten, wenn im Raum Licht brennt

Unterhaltung:

• Lieblingsspielzeug und Lieblingsdecke mitnehmen
• Strandspielsachen z.B. zum „sändele", fürs Wasser
• Bilderbücher
• Dank der ständigen Anwesenheit der Eltern oder anderen Bezugspersonen genügen schon wenige Spielsachen
• Snuggli, Tragtuch oder Huckepack für Spaziergänge oder Ausflüge
• Kinderwagen, Buggi
• Ausflüge der Ausdauer der Kinder anpassen (über den Mittag sollten Spaziergänge oder Ausflüge vermieden werden)
• Ruhezeiten im Hotel oder Wohnung für das Kind einplanen (Hitze strengt den Körper an)

Dokumente:

• Identitätskarte oder Pass
• Impfausweis und Blutgruppenkarte, falls vorhanden

WICHTIG:

• Nie erhitzt, mit leerem oder vollem Magen ins Wasser springen
• Auch Eltern brauchen Ferien
• Im Hotel oder Pension Babyphone zur Überwachung des Kindes mitnehmen, damit sie z.B. in Ruhe Essengehen können.

Wichtige Telefonnummern:

(Vorwahl Schweiz: 0041)
Kinder-/Hausarzt:
Spital:
Toxikologisches Institut: 01 251 51 51
REGA: 14 14/ aus dem Ausland: +41 333 333 333
Tropeninstitut: 061 284 81 47

Erkundigen Sie sich beim Reisebüro oder im Hotel über die wichtigsten Telefonnummern (Notfallarzt, Spital) im Ferienort.

 

 

 


Reise- und Ferienapotheke

 

Fieber

 • Vermehrt Flüssigkeit zufügen
• Fieberthermometer
• Gazewindeln od. Waschlappen für Wadenwickel
• Paracetamol od. Fieberzäpfli od. homöopathisches Mittel

Durchfall  • Weiterhin Stillen
• Keine Milchprodukte mehr geben (stillen ist kein Problem!), nicht gestillte Kinder; Heilmilchen (z.B. HN 25: aus der Schweiz mitnehmen!) Bei Besserung langsamer Aufbau mit halb-halb-
Schoppen ( ½ Wasser und ½ Milch)
• Löffelweise stopfende Nahrungsmittel zuführen (Banane, geriebener Apfel, Zwieback, Reis, Rüebli)
• GES 45 (Traubenzucker-Elektrolytmischung)
• Bioflorin oder Lactoferment (zur Regelung des Darmhaushaltes, Aufbau der Darmflora)
• Carbolevure-Tabletten (auch für Säuglinge geeignet)
• Kein Zucker!
Erbrechen
• GES 45
• 3/3 Lösung (Siehe Rezept)
• Kinder ab 1. Lebensjahr Coca Cola löffelweise
• Kalter Schwarztee mit Traubenzucker
• ISOSTAR ab jährig
• Ev. Itinerol B6 Zäpfli
Windelekzem/
rotes Fudi
• Wundpaste z.B. Oxyplastin, Zin Cream Medinova (wenig schmierig)
• Zum Waschen Salbeitee oder Schwarztee
• Kind möglichst viel ohne Windeln lassen (Heilung an der frischen Luft wird beschleunigt)
Insektenstiche
Insektenschutz
• Kühlende Umschläge mit Zwiebeln
• ANTIBRUMM-Milch (nur nackte Stellen einreiben) als Insektenschutz, nicht als Heilung oder Linderung von Juckreiz
• Euceta (essigsaure Tonerde)
• Fenistil Tropfen bei Juckreiz
Sonnenbrand • Quark, Gurken
• Solarcain Lotion
• COMBUDORON-Konzentrat (Weleda)
• EUCETA/ Fenistil Tropfen
• Bachblüten Notfallsalbe (Rescue)

Reserve:

Schnupfen • Nasentropfen aus physiologischer Kochsalzlösung (siehe Rezept) oder in Apotheken und Drogerien erhältlich
• Zwiebeln gehackt neben das Bett stellen
• Muttermilch in die Nase träufeln (einige Tropfen)
Halsschmerzen  • Quarkwickel
• Spagyrik Spray
• Kühlender, nasser Umschlag
• Mit Salbeitee gurgeln oder Salbei- Lutschtabletten (besser geeignet für Kleinkinder)
Allgemein • Desinfektionsmittel
• Fieberthermometer
• Pflaster
• Gazekompressen, -Binden
• Ev. Elastische Binde
• Schere
• Pinzette
• Ev. Mittel gegen Reisekrankheit
• Persönliche Medikamente die vor den Ferien schon eingenommen wurden
• Teebeutel (Schwarztee, Fencheltee, Kamillentee, Salbeitee)
• Mückenvertilgungsmittel auf natürlicher Basis (z.B. von Kart)
• Traubenzucker


Medikamente an einem kühlen, dunklen Ort für Kinder unerreichbar aufbewahren

 

Rezepte:

3/3-Lösung:
• 1/3 leichter Schwarztee
• 1/3 physiologische Kochsalzlösung (NaCl)
• 1/3 Orangensaft frisch oder aus der Flasche

zum Beispiel:
2 dl leichter Schwarztee
2 dl NaCl
2 dl Orangesaft

bei Erbrechen nur gekühlte Lösung löffelweise geben. Flüssigkeit zwischendurch in den Kühlschrank stellen.
Die 3/3-Lösung eignet sich besonders für Säuglinge und grössere Kinder.

 

Physiologische Kochsalzlösung (NaCl):
• auf ½ Liter abgekochtes Wasser kommt 1 gestrichener Teelöffel Salz
• Vermischen, abgedeckt in den Kühlschrank stellen
In einer Pipettenflasche 2 Tage, der Rest im Kühlschrank ca. 1 Woche haltbar.

 
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