Häufig gestellte Fragen

 

Ernährung

Muss man das Wasser für den Schoppen oder zum Trinken abkochen?
Pulvernahrung sollte mit frischem Trinkwasser zubereitet werden. Das Wasser mit der Pfanne aufwährem, damit es die richtige Trinktemperatur erhält. Für die Babynahrung nie Warmwasser aus der Leitung verwenden, nur kaltes Wasser. Von Wasserfiltern (Britta etc.) wird abgeraten.

 

Darf man einen aufgewärmten Schoppen stehen lassen oder wie oft darf man diesen aufwärmen?
Flaschennahrung, d.h. trinkfertig zubereitete und in für Säuglinge geeignete Trinkflaschen abgefüllte Säuglingsanfangs- oder Folgenahrung sollte immer frisch zubereitet und sogleich verwendet werden. Reste müssen verworfen werden, um der Vermehrung von Keimen und dem Auftreten von Infektionen beim Kind vorzubeugen.
Für unterwegs eignet sich eine vorbereitete Thermosflasche mit abgekochtem Wasser, welches für die Zubereitung für Flaschennahrung verwendet werden kann. Die Temperatur kann mit frischem Leitungswasser reguliert werden.

 

Ich gebe meinem zweimonatigen Kind die Flasche. Wie oft muss ich den Schoppen sterilisieren?
Reinigen Sie Flasche und Sauger immer direkt nach der Mahlzeit gründlich, entweder in der Spülmaschine (vollständiges Programm bei 65 °C) oder per Hand mit einer sauberen Flaschenbürste (zuerst kalt ausspülen, dann mit heissem Wasser und etwas Geschirrspülmittel reinigen). Trocknen Sie anschliessend beides mit einem sauberen Küchentuch ab. Ein Auskochen oder Sterilisieren von Flaschen und Silikonsaugern ist nicht nötig.  Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV www.blv.admin.ch

 

Gesundheit

Mein Baby leidet oft an Schluckauf. Was hilft?
Schluckauf ist ein ganz normaler Reflex, bei welchem sich das Zwerchfell ruckartig zusammenzieht. Je kleiner ein Kind ist, umso häufiger hat es einen Schluckauf. Sie müssen bei einem unkomplizierten Schluckauf nichts tun. Tragen Sie Ihr Baby ein wenig herum, klopfen Sie ihm sanft auf den Rücken und trösten Sie es. Manchmal hört der Schluckauf auch auf, wenn Sie es stillen oder ihm die Schoppenflasche geben.
 

Mein sechs Wochen alter Sohn niest oft, ist er erkältet?
Babys niesen häufig, damit sie ihre Nase von Schleim und Staubpartikeln befreien können. Falls Ihr Kind Fieber (>38.5°C) oder viel Schleim hat, kontaktieren Sie ihren Kinderarzt.

 

Wie schütze ich mein Kind vor Insektenstichen?
Hängen Sie ein Moskitonetz oder ein luftiges Gardinenstück über den Kinderwagen oder das Bettchen. Fliegendraht vor dem Fenster ist auch eine gute Idee. Ein wirksamer und natürlicher Schutz ist ein Zweig Zitronenmelisse. Auch mit Gewürznelken gespickte Zitronen mögen Insekten nicht. Verzichten Sie im Kinderzimmer auf Insektenmittel. Raumsprays oder Mückenstecker enthalten Giftstoffe. Antiinsektensprays sind erst ab einem Jahr zugelassen. Vermeiden Sie es draussen zu essen und zu trinken.

Mückenstiche sind bei Säuglingen meist harmlos. Bei Juckreiz können sie untenstehende Hausmittel verwenden. Stiche von Bienen, Wespen oder Hornissen können unangenehme, bei Allergikern auch gefährliche Reaktionen auslösen. Wichtig ist, das Kind nach einem Insektenstich zu beobachten. Falls der Stachel noch sichtbar ist, diesen entfernen und die Stelle desinfizieren.
Hausmittel:
Kalte Umschläge mit Wasser, Heilerde, Quark, Essigsure Tonerde (z. B. Acetoflex), Arnikatinktur oder Essig. Eine aufgeschnittene Zwiebel, Knoblauch oder Zitrone auflegen. Bachblüten-Notfallsalbe oder sofort zum Arzt oder Notruf wählen bei allergischen Reaktionen wie Hautausschlägen, starker Schwellung, Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot. Ebenfalls sofort zum Arzt oder Notruf wählen, wenn die Stiche im Bereich der Augen oder Mund sind.

 

Wir planen einen Ausflug in die Berge. Wie hoch darf ich mit meiner dreimonatigen Tochter fahren?
Ab etwa 2500 bis 3000 Meter über Meer nimmt, wegen des sinkenden Luftdrucks, die Sauerstoffverfügbarkeit ab. Das kann bereits bei Erwachsenen zu Beschwerden führen, bei Kindern noch mehr. Deshalb sollten Sie mit Ihrer Tochter nicht über 2500 Meter über Meer fahren. Versuchen Sie bis zu dieser Höhe den flachsten Weg zu nehmen, wie z. B. Zahnradbahn statt Seilbahn oder schalten Sie Pausen ein. Den Druckausgleich kann ihr Kind mit Saugen regulieren. Achten Sie in den Bergen auch vermehrt auf Sonnenschutz für Kinder (Krebsliga)

 

Muss ich mein 5-monatiges Kind schon mit Sonnencreme eincremen?
Kinderhaut reagiert sehr empfindlich auf UV-Strahlung und benötigt deswegen einen besonders guten Sonnenschutz. Sonnenschutz für Kinder (Krebsliga)

 

Schuhe

Ich möchte meinem 15-Monatigen Sohn Schuhe kaufen. Auf was muss ich achten?
Barfuss laufen ist nach wie vor das Beste für Kinderfüsse. Dabei wird die Muskulatur gestärkt.  Achten Sie beim Schuhkauf darauf, dass Sie eine gute Beratung haben. Planen Sie den Schuhkauf am Nachmittag, da der Fuss zirka 4% grösser ist als am Vormittag. Die Schuhe immer im Stehen kontrollieren, da die Füsse dann länger und breiter sind
Überprüfen der Grösse:

  • Kinderfusslänge +12mm (max.17mm)
  • mit einem Innenschuhmessgerät, indem Sie den Fuss des Kindes auf die herausnehmbare Innensohle stellen
  • eine Schablone herstellen +12mm zugeben und ausschneiden (Füsse messen). Passt die Schablone ohne knicken in den Schuh, passt der Schuh
  • die Schuhsohle sollte zusätzlich weich und elastisch sein

Eine regelmässige Schuhkontrolle ist wichtig. Kinderfüsse wachsen im Schnitt 1.5 mm pro Monat. Kinder können noch nicht spüren, ob der Schuh passt, die Kinder krallen die Zehen in den Schuhen. Das Nachtragen von Schuhen wird nur empfholen, solange die Schuhe nicht ausgetragen sind.

 

Zähne

Unser 13-monatiger Sohn knirscht mit den Zähnen.
Zähneknirschen bei Kindern kann völlig unterschiedliche Ursachen haben. Diese sind vom Alter abhängig. Kleinere Kinder beginnen mit dem Knirschen meist, wenn die ersten Zähne durchbrechen. Brechen die Zähne durch, muss das Kind natürlich ausprobieren, was damit alles angestellt werden kann. Manche Kinder finden dann grosse Freude daran, dass typische Geräusch von Zähneknirschen zu verursachen. Das Kleinkind hört damit meist auf, wenn alle Zähne durchgebrochen sind.